Montag, 6. Februar 2017

London meets Oberlausitz in "Jack the Ripper und der Erbe in Görlitz" von Katrin Lachmann

Auf dieses Buch bin ich durch eine sehr schöne Rezi einer anderen Bloggerin aufmerksam geworden - aber leider weiß ich nicht mehr, wer es war :( 
Wie ihr ja wisst, bin ich ein großer London-Fan und habe sogar schon zweimal an einer Jack the Ripper-Stadtführung teilgenommen. Also war ich gespannt, wie Katrin Lackmann in ihrem Krimi "Jack the Ripper und der Erbe von Görlitz" die Metropole London mit der Oberlausitz zusammenbringt.

Das Buch ist bei der Edition Oberkassel erschienen und als Taschenbuch für 12 Euro zu haben.


Worum geht's?


"Marco Petzold erhält vom Londoner Anwalt Mr Wilson einen Brief, in dem ihm eröffnet, der Alleinerbe von Mrs Abigail zu sein. Er mag es nicht glauben. Je mehr er sich mit dem Erbe bechäftigt, umso mehr festigt sich seine Erkenntnis, dass es sich bei dem Erbe um Unterlagen handelt, die mit dem ungelösten Fall “Jack the Ripper” im direkten Zusammenhang stehen. Seine Neugier ist geweckt und er begibt sich zusammen mit Carolin, der Assistentin seines Görlitzer Rechtsanwaltes nach London, um dort wie in seiner Heimatstadt zu ermitteln." (Quelle: Edition Oberkassel)


Jack the Ripper meets Gegenwart...


Ich war wirklich gespannt, wie es die Autorin schaffen wollte, Jack the Ripper in die Gegenwart zu holen, ohne dass sich seine blutigen Taten wiederholen - und ich wurde überrascht, denn die Idee war wirklich gut umgesetzt.

Nicht der Jack von damals steht im Mittelpunkt, sondern Marco Petzold aus Görlitz, der sich als Radkurier durchschlägt. Marco ist eine sehr sympathische Hauptfigur, wahrscheinlich auch deswegen, weil er selbst in die ganze Geschichte hineinstolpert.

Ein geheimnisvolles Erbe ist natürlich immer spannend - vor allem, wenn es sich um eine Verwandte handelt, die man gar nicht kennt. Deswegen geht Marco dem ganzen auf den Grund - und von da an kommt dann alles anders als gedacht.

Nicht nur eine, gleich zwei Parteien mischen mit, weswegen schon Spannung aufkommt, aber leider ist die Geschichte an der ein oder anderen Stelle sehr vorhersehbar, weswegen ich auch nicht sehr überrascht wurde. Das fand ich sehr schade.

Was mich wirklich etwas gestört hat, war die Liebesromanze, die sich innerhalb des Buches entwickelt. Für mich hätte das einfach nicht sein müssen, da es für mich wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun hatte. Außerdem ging es viel zu schnell und war deswegen auch etwas unrealistisch. 

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, auch weil die Autorin die beiden Städte gut beschreibt. In Görlitz war ich noch nie und trotzdem habe ich es beim Lesen vor meinem inneren Auge gesehen. In London dagegen hätte sie ruhig etwas ausführlicher sein dürfen, denn die Stadt hat noch einiges mehr zu bieten.

Insgesamt hatte ich einige schöne Lesestunden mit diesem Buch, habe aber einfach mehr Spannung erwartet. Deswegen gibt es von mir 3 Sterne!

Eure







Vielen Dank an die Edition Oberkassel für das Reziexemplar!

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