Montag, 5. Dezember 2016

Die Vorgeschichte der Auserwählten in "Phase Null" von James Dashner

Irgendwie scheint es gerade in zu sein, zu Dystopien auch eine Vorgeschichte herauszubringen. Aber warum nicht? Gerade wenn am Ende fragen offen bleiben finde ich es sehr spannend, zu erfahren, was der ganzen Geschichte vorausging. Da mir die "Auserwählten"-Serie sehr gut gefallen hat, habe ich mich sehr gefreut, dass ich bei Vorablesen ein Exemplar von "Phase Null" gewonnen habe.

Das Buch ist ganz frisch bei Carlsen erschienen und kostet 19,99 Euro als Hardcover, zum Beispiel direkt beim Verlag.

Worum geht's?


"Du weißt, was im Labyrinth, in der Brandwüste und der Todeszone passiert ist?
Ganz sicher nicht!

Sie sind die Auserwählten. Dazu erkoren, eine Welt zu retten, die längst verloren scheint. Sie sind die Zukunft der Menschheit und ihre einzige Hoffnung. Das glauben sie zumindest. Denn noch ahnen sie nichts von geheimen Allianzen, schockierenden Geheimnissen und unverzeihlichen Lügen.
Sie wissen nur, dass sie von ANGST auf die erste Phase des Experiments vorbereitet werden.
Das macht die Auserwählten zu Freunden – und damit beginnt der Verrat an Thomas." (Quelle: Carlsen)


So fing alles an...


Vorsicht: Auch wenn es sich hier um die Vorgeschichte der Auserwählten-Reihe handelt, muss man dieses Buch unbedingt als letztes lesen. Zum einen würde man sonst nicht alles verstehen, zum anderen greift es vieles aus den anderen Bänden auf und man würde sich die ganze Spannung kaputt machen.

Da es schon etwas her ist, seit ich die Trilogie gelesen habe, viel mir der Einstieg in "Phase Null" recht schwer.  Es hat ein bisschen gedauert, bis mir die Ereignisse rund um Thomas wieder so präsent waren, dass ich der Geschichte gut folgen konnte. Mein Tipp deswegen: Am besten alle vier Teile hintereinander weglesen :)

Die Geschichte wird aus der Sicht von Thomas erzählt. Wir erfahren, wie er im Hauptquartier von ANGST aufwächst, was er erlebt, wenn er einsam ist oder ihn Zweifel an der ganzen Sache kommen. Mir war er ehrlich gesagt an der ein oder anderen Stelle zu glatt und zu leicht zu beeinflussen, ansonsten aber genauso sympathisch wie eh und je.

Auch die anderen wichtigen Personen tauchen wieder auf. Es ist schön, einiges über deren Hintergründe zu erfahren, auch wenn vieles vage bleibt.

Am Anfang war mir das Buch etwas zu langsam... Es ging irgendwie nicht wirklich voran, es gab kaum Handlung und ich hatte manchmal das Gefühl, es müssten Seiten gefüllt werden. Dann erfährt man wieder neue, spannende Informationen oder die Ereignisse überschlagen sich. An diesen Stellen ist das Buch ein wahrer Pageturner. Allerdings bleiben für mich am Ende trotzdem Fragen offen, von denen ich mir in der Vorgeschichte eine Aufklärung erhofft habe. Vielleicht kommt noch ein Zusatzband? Es ist zwar unwahrscheinlich, aber wer weiß...

Die Sprache war wieder leicht verständlich und gut zu lesen. Eher unbekannte Begriffen wie Griewer etc. sind schon aus den anderen Bänden bekannt.

Insgesamt hat mir "Phase Null" gut gefallen, Fans, die von der Reihe oder dem Film begeistert waren, kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten. Von mir gibt's 4 Sterne.

Wer kennt die Maze-Runner-Trilogie? Ich bin gespannt...
Eure




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