Donnerstag, 5. Januar 2017

Fantasy Epos: "Die Furcht des Weisen 1" von Patrick Rothfuss

Fantasybücher treten oftmals als dicke Schinken auf. Auf mehren tausend Seiten erstrecken sich fantastische Welten und unsagbar tolle Geschichten. Im letzten Jahr habe ich mich dazu hinreißen lassen den ersten Band der Königsmörderchroniken von Patrick Rothfuss zu lesen.  Mit "Der Name des Windes" konnte er mich vollkommen überzeugen. Etwas schockiert war ich dann, als ich feststellte, dass der zweite Teil der Reihe auf zwei Bücher aufgeteilt wurde. Ich wusste, dass würde eine Weile dauern, bis ich damit durch bin. Nun ja, zumindest Teil 2.1. habe ich jetzt geschafft.

Darum geht es:

Drei Dinge gibt es, die jeder Weise fürchtet: den Sturm auf hoher See, eine mondlose Nacht und den Zorn eines sanftmütigen Mannes. (...)

Eine Intrige zwingt Kvothe die arkanische Universität zu verlassen. Seine Suche nach den sagenumwobenen Chandrian, die seine Eltern getötet haben, führt in an den Hof von Maer Alveron, und weiter zu den sturmumwogten Hügeln von Ademre. Schließlich gelangt er in das zwielichtige Reich der Fae, wo er der sagenumwobenen Felurian begegnet, der bisher noch kein Mann widerstehen konnte...

So hat es mir gefallen:

Ich war relativ schnell wieder in der Geschichte drin. Immer noch ist Kvothe alias Kote damit beschäftigt dem Chronisten seine Geschichte zu erzählen. Dadurch wechseln sich im Verlauf des Buches abermals Passagen der Gegenwart und der Vergangenheit ab. Zugegebenermaßen machen die Geschichten aus der Vergangenheit mehr Spaß. Sie umfassen glücklicherweise auch den deutlich größeren Teil des Buches. 

Nachdem der junge Kvothe der Vergangenheit mit bereits im ersten Band ans Herz gewachsen war, fieberte ich auch hier wieder seinen Abenteuern mit. Ich war traurig als er die Universität verließ und seine Freunde Sim und Wilem zurückließ. Die beiden hab ich mindestens so gerne wie Kvothe selbst. Auch die Trennung von Auri, die mir nach wie vor ein Rätsel ist, gibt mir zu denken.  An sich finde ich die Geschichte in sich stimmig. Als jedoch auch seine alte Freundin Denna in Kvothes Exil auftaucht, habe ich schon ein wenig mit den Augen gerollt. Richtig gut gefallen hat mir hingegen die Entwicklung Kvothes, er war ja noch nie auf den Kopf gefallen, aber man merkt einfach, dass er dazu lernt. Leider erfahren wir immer noch nicht wie aus dem jungen Kvothe der sagenumwobene Kvothe wurde und was danach mit ihm passiert ist. Einige Ereignisse in diesem Buch lassen allerdings darauf schließen, dass sie an der Legende Kvothe einen Anteil besitzen.

Ansonsten gibt sich Rothfuss wieder langen Beschreibungen hin. Die machten, mir zumindest, wieder viel Freude. Sprachlich ist das Buch auf einem hohen Niveau geschrieben, welches den Lesefluss jedoch nicht beeinflusst. Im Gegenteil er ermöglicht wie bereits im ersten Teil eine genauere Vorstellung der Welt. 

Fazit:

Wer Teil 1 gelesen hat wird nicht drum rumkommen, auch diesen Band zu lesen. Es war spaßig, spannend und actionreich. Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

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