Samstag, 17. September 2016

Chick-Lit "Ein Mitbewohner zum Verlieben" von Fiona Winter

Mein absolutes Lieblingsgenre ist der gesamte Fantasybereich. Ab und an darf es aber auch etwas Chick-Lit sein. Daher musste ich bei "Ein Mitbewohner zum Verlieben" einfach zugreifen.


Darum geht es:
Es ist der schlimmste Tag in Majas Leben: Erst trennt sich zwischen Frühstückskaffee und Aufbackbrötchen aus heiterem Himmel ihr Freund von ihr, dann trifft sie auch noch ihren Schulschwarm Felix wieder. Und zwar in der WG ihres besten Freundes, wo er das Zimmer besetzt, das eigentlich Maja haben wollte. 
Zu allem Überfluss besitzt Felix zwar noch das gute Aussehen von damals, nicht aber den Charme - er lässt keinen Zweifel daran, dass er Maja nicht in der WG haben will. Doch sie gibt sich nicht so schnell geschlagen und quartiert sich kurzerhand in Felix' Zimmer ein...

So hat es mir gefallen:
So ganz neu ist die Geschichte nicht. Damit meine ich nicht, dass dieses Buch ein Abklatsch eines Anderen ist, sondern, dass es bereits 2013 unter dem Titel "Liebster Mitbewohner" erschienen ist - eine Neuauflage also. 

Maja ist eine super Protagonistin. Sie ist etwas überstilisiert, aber trifft im Kern dann doch irgendwie auf eine breite Masse zu, so dass es leicht fällt sich mit ihr zu identifizieren. Ich finde sie mutig, vielleicht auch ein wenig nervig, aber dann eher im positiven Sinne. Felix wirkte auf mich ebenfalls sehr glaubhaft. Auch die anderen Figuren konnte ich mir lebhaft vorstellen. Selbst Frau Schneider, Majas Chefin, hatte ich bildlich vor mir. So macht lesen Spaß. 

Mir hat gefallen, wie die beiden sich mit ihren Problemen auseinandersetzen oder aber eben auch nicht :) Gerade ihre Zweifel bezüglich ihrer beruflichen Zukunft. Die beiden sind 27 Jahre alt und dennoch sind irgendwie noch nicht da, wo sie hinwollen. Das Gefühl kenne ich persönlich und ich glaube auch viele andere erkennen sich in den beiden wieder. Das Zweifeln war ein wichtiger Part des Buches, der auch mich zum Nachdenken gebracht hat. 

Die Geschichte in sich ist schlüssig. Was ein wenig verwunderlich ist, ist dass Maja einfach in Felix' Zimmer einzieht. Aber es passt zu ihrem Charakter. Auf der anderen Seite macht dies auch die abweisende Reaktion von Felix nachvollziehbar. Dennoch hätte die Geschichte sicherlich auch anders funktioniert.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er war locker und leicht. An vielen Stellen musste ich Schmunzeln (ich bin eh' nicht so der laute Lacher, wer mich dennoch dazu bringt: Respekt). Zum Ende hat die Geschichte meiner Meinung nach ein wenig an Fahrt verloren. Der Punkt war da einfach überspannt. Dennoch war es im Großen und Ganzen eine sehr schöne Geschichte, so dass ich mit ruhigem Gewissen 4 von 5 Punkten vergeben kann. 


Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin erhaltet ihr auf der Seite von digitalpublisher.

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