Freitag, 6. Mai 2016

Sherlock in Jung: Young Sherlock Holmes - Death Cloud

Ich bin ein riesiger Sherlock Holmes-Fan. Neben den klassischen Geschichten des Detektivs von Sir Arthur Conan Doyle stehe ich auf alles, was mit Holmes zu tun hat. Und zu meinem Glück gibt es viele Autoren, die die Grundidee und die Figur aufgreifen und etwas neues daraus machen - mal mehr und mal weniger gut.
Ich liebe zum Beispiel auch die Serien von BBC mit Benedict Cumberbatch - leider dauert es ja noch ein gutes Jahr, bis die nächste Staffel erscheint. Deswegen bin ich für jeden Hinweis dankbar, der mir die Wartezeit verkürzt.


In England bin ich auf eine neue Buchserie rund um Holmes gestoßen: "Young Sherlock Holmes" von Andrew Lane. Hier lernt man den berühmten Detektiven als 14-jährigen Jungen kennen, der ein Internat besucht und seine ersten Erfahrungen mit der Aufklärung von Verbrechen sammelt. Einen Watson gibt es - zumindest im ersten Band - noch nicht. Bis jetzt sind auf Englisch acht Bände erschienen, die ersten sechs gibt es mittlerweile auch auf Deutsch. Erhältlich sind sie beim Fischer Verlag.

Und genau diesen ersten Band "Death Cloud" bzw. "Der Tod liegt in der Luft" habe ich gelesen.
Anfangs hat mir die Idee des Buches sehr gut gefallen. Denn man erfährt, wie es Sherlock auf dem Internet ergeht und auch familiäre Hintergründe, die man vorher nicht unbedingt so kannte. Dass er nicht unbedingt die leichteste Kindheit hatte, erklärt vielleicht auch das ein oder andere verschrobene Verhalten :)


Auch die Story an sich ist gut gemacht. Denn Sherlock ist noch nicht so ein Meister der Deduktion wie er es mal sein wird. Er lernt, wie er Tatsache zusammensetzt und mit Logik an die Geheimnisse herangeht. Hier ist man sozusagen live dabei, wie Sherlock von seinem Mentor lernt und immer besser wird.

Leider zieht sie sich dann mit der Zeit etwas in die Länge, da nicht viel passiert, und Sherlock etwas auf der Stelle tritt. Es ist aber noch vertretbar und wie gesagt, Sherlock lernt ja noch. Zum Ende hin wird es dann glücklicherweise wieder etwas rasanter.

Was mich aber wirklich gestört hat, ist das die Andeutung einer Romanze mit in das Buch eingebaut wird. Hier hat mich nicht mal unbedingt gestört, dass Sherlock mit 14 noch relativ jung ist, sondern viel mehr die Tatsache, dass es gar nicht zu dem berühmten Detektiv passt. Normalerweise steht ja die Arbeit und das Aufklären von Verbrechen im Mittelpunkt, für Liebschaften jeglicher Art ist da kein Platz. Hier ist der Autor meiner Meinung nach zu weit vom Original abgewichen.

Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und obwohl ich normalerweise keine Probleme mit der Sprache habe, habe ich hier das ein oder andere Wort nachschlagen müssen. Es lag teilweise an den alten, authentischen Vokabeln, die benutzt wurden. Leider hat das an der ein oder anderen Stelle den Lesefluss gestört, weswegen ich nicht so sicheren Lesern die deutsche Version empfehlen würde.

Insgesamt fand ich die Idee super, die Umsetzung aber nicht immer ganz überzeugend. Aus diesem Grund gebe ich Band 1 auch nur 3 von 5 Sternen. Ich denke aber trotzdem, dass ich dem zweiten Band noch eine Chance geben werde - dafür mag ich Sherlock einfach zu gerne :)

Jetzt aber raus damit: Wo sind die Sherlock-Fans unter euch? Und ist noch jemand so besessen von Benedict Cumberbatch wie ich?
Ich freue mich auf eure Kommentare!

Eure



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen