Samstag, 16. April 2016

Ein ganzes halbes Jahr - Jojo Moyes







Jaaa ich weiß, jeder hat dieses Buch schon rezensiert! Aber jetzt bin ich auch mal dran!

Da das einfach mein absolutes Lieblingsbuch ist, muss ich es einfach rezensieren.

Auch für alle Menschen, die dieses wundervolle Buch noch nicht gelesen haben, für euch schreibe ich noch eine weitere Rezension. Damit ihr verstehen könnt wie wundervoll und einzigartig dieses Buch ist!







Inhaltszusammenfassung:


Will lebt auf der Sonnenseite des Lebens und führt ein tolles Leben. Er ist Teilhaber einer erfolgreichen Firma, hat eine schöne Freundin. Seine Freizeit verbringt er mit Extremsportarten und Urlaube in exotischen Ländern. All das ist sein Leben, bis zu diesem einen Tag, an dem ein Unfall sein Leben veränderte. Als er aufwacht ist er Tetraplegiker, Querschnittsgelähmt vom Hals an. Mit diesem Leben will und kann er sich nicht abfinden, lieber möchte er Sterben.
Louisa ist bescheiden. Sie stammt aus bescheidenen Verhältnissen und lebt mit ihren 26 Jahren noch bei ihren Eltern in einer Abstellkammer. Sie hat einen langjährigen Freund der alles andere als romantisch ist. Louisa jobbt in einem Café als Kellnerin. Sie wäre nie auf die Idee gekommen an ihrem Leben etwas zu ändern, wenn sie nicht ihren Job verloren hätte. Nach unzähligen Besuchen bei der Arbeitsagentur findet Louisa einen Job als Pflegehilfe, dies macht ihr aber nichts aus, denn der Job ist auf sechs Monate befristet.
Will ist verbittert und depressiv, er lässt Lou kein bisschen an sich heran und lässt seine Gefühle häufig bei ihr aus. Lou hat das Gefühl nie die richtigen Worte zu haben oder das Richtige zu tun. Doch mit der Zeit taut Will auf.
Im Laufe der Pflege erfährt Lou zufällig, dass sie nicht ohne Grund befristet (für ein ganzes halbes Jahr) angestellt wurde. Will hat den Entschluss gefasst, seinem Leben durch Dignitas ein Ende zu setzen. Seiner Mutter versprach er, ihr ein halbes Jahr zu geben, in dem sie ihn (durch Lou) überzeugen möchte, dass das Leben auch aufgrund dieser Einschränkungen Sinn hat.
Lou überlegt sich viele Unternehmungen für Will, welche sie zusammen bestreiten. Die einen sind der volle Erfolg, andere der totale Reinfall. Als die beiden zusammen die Hochzeit von Will's Exfreundin und seinem Exkollegen besuchen kommen sich die beiden Näher.
Doch Lou's Zeit Will zu überzeugen wird immer knapper. Mit einem Urlaub in der Karibik will Lou versuchen, Will von seinem Entschluss doch noch abzubringen.


Charaktere:



Louisa ist nie wirklich aus ihrer Heimatstadt raus gekommen und passt doch vom Charakter her eigentlich nicht dort hinein. Trotzdem ist sie sehr zurückhaltend und sieht sich immer im Schatten ihrer jüngeren Schwester. Durch ihre sympathische Art nimmt sie den Leser sofort in ihren Bann. Im Laufe des Buches macht sie eine erstaunliche und dabei trotzdem stets glaubwürdige Entwicklung durch. Sie wächst an Erlebnissen und nach der letzten Seite ist man nur umso neugieriger, was aus dieser tollen jungen Frau wohl wird.

Durch den Prolog, lernt der Leser einen Will vor dem Unfall kennen. Er ist Teilhaber einer großen Firma und oben auf im Leben. Die Lähmung hat aus dem eins glücklichen und sportlichen Mann einen in sich gekehrten, agressiven und depressiven Mann gemacht.



Eigene Meinung:



Eine wundervolle Liebesgeschichte, die ganz anders ist als alles andere. Mich hat am Anfang der Vergleicht mit „Ziemlich beste Freunde“ gestört. Aber das Buch war ganz anders.
Es ist sehr leicht zu lesen. Kurze Sätze und viele Wörtliche Reden. Es ist nicht zu anstrengend und man kann das Buch schnell lesen. Besonders da einen die Geschichte sehr in den Bann zieht. So traurig die Geschichte ist, so lustig ist sie auch. Ich habe oft gelacht in Situationen die eigentlich zum weinen waren. Ich habe mit beiden Hauptcharakteren sehr mitgefühlt und versucht mich in beide hineinzuversetzen. Besonders gut hat mir die Entwicklung von Lou gefallen. Von dem Mädchen was sich in ihrer Kleinstadt versteckt zu der Frau die die Welt sehen will und aus der Stadt raus möchte.
Dieses Buch ist nicht die typische Liebesgeschichte. Man schwankt auf 512 Seiten zwischen Hoffnung, Trauer und Freude. Nicht nur aus dem Grund dass Will im Rollstuhl sitzt und plant sich das Leben zu nehmen, ist diese Liebesgeschichte so interessant. Will und Lou könnten charakterlich nicht anders sein.
„Ein ganzes halbes Jahr“ regt zum Nachdenken an. Vielleicht sogar zur Überlegung selbst Vorzusorgen. Es hat mich zum grübeln gebracht. Wie würde ich mich fühlen, plötzlich im Rollstuhl zu sitzen und immer von anderen Personen abhängig zu sein? Könnte ich mit der Zeit lernen damit umzugehen? Oder würde ich den selben Weg wie Will gehen wollen? Könnte mich die Liebe überzeugen weiterzuleben? Und könnte ich wieder glücklich sein?
Ich kann Will in vieler Hinsicht verstehen.

Dieses Buch ist mein absolutes Lieblingsbuch. Die Geschichte von Will und Lou hat mich einfach umgeworfen und total unerwartet getroffen.



Lieblingszitat:


»Es gibt normale Zeiten und solche, in denen die Stunden nicht zählen.
Dann bleibt die Zeit stehen und entgleitet einem, und das Leben – das richtige Leben – scheint sich von einem zurückgezogen zu haben. «
S. 121 


Habt ihr das Buch schon gelesen? Wie hat es euch gefallen?
Habt ihr auch den zweiten Teil schon gelesen?

-Vee-

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen